540 km von Erkrath nach Cergy-Pontoise (Frankreich)

in 9 Tagesetappen vom 18.03. - 26.03.2004

Conny Bullig und Simone Stegmaier, begleitet von Sigi Bullig

Fr. 26.03.2004 – 9. Etappe von Pont-Sainte-Maxence nach Cergy-Pontoise (Frankreich) 62 km

Geschafft. Nach gut 540 km beenden Conny Bullig und Simone Stegmaier ohne Verletzung und guter Dinge den Benefizlauf von Erkrath nach Cergy-Pontoise. Sigi Bullig, der das Begleitfahrzeug steuert, wartet indes auf die vielen Medien, wie z.B. aus Deutschland Radio Neandertal. Die letzte Etappe führt bei Sonnenschein und 10 Grad zu guter Letzt durch ein Millionärsgebiet, eine Villa schöner wie die andere. Der Verkehr nimmt nun verstärkt zu und alle Beteiligten freuen sich schon riesig auf die Ankunft. Gegen 18:15 gibt es einen offiziellen Empfang im Stadion von Cergy-Pontoise. Herzlichen Glückwunsch, ein Spendenlauf der neben Gelder für soziale Einrichtungen auch ein Beitrag zur Völkerverständigung ist. Weitere Infos in Kürze unter  www.cosibullig.de     (26.03.2004)

Do. 25.03.2004 – 8. Etappe von Blerancourt nach Pont-Sainte-Maxence (Frankreich) 61 km

Die vorletzte Etappe verlief bei super Wetter und steigenden Temperaturen (10-12 Grad) wieder durch abwechslungsreiche Landschaft. Über Beschwerden klagt angesichts des nahenden Ende keiner mehr. Die Strecke um Nampcel ist umgeben von vielen Relikten aus dem 2. Weltkrieg. Kriegerdenkmäler, Mahnmale und ein  Friedhof mit 11.324 Deutschen Soldatengräbern erinnern an düsteres Kapitel Geschichte. Im Laufe des weiteren Vormittags durchstreifen Simone und Conny ca. 15 km gerades flaches Waldgebiet und lauschen dem Vogelgezwitscher bis sie mitten in eine Treibjagd hineingeraten. Vermutlich auf Wildschweinjagd durchforsten Jäger zu Pferd mit Hund und allem was dazu gehört das Waldstück. Aus der Idylle herausgerissen betrachtet man im Vorbeilaufen das Spektakel. Durch Lacroix-Saint-Cuen und Verberie trifft man gegen 16:00 Uhr in Pont-Sainte-Maxence ein. Gratulation!     (25.03.2004)

Mi. 24.03.2004 – 7. Etappe von Liesse-Notre-Dame nach Blerancourt (Frankreich) 59 km

Und ewig grüßt das Murmeltier. Auch an diesem Morgen ging es bereits um 08:15 Uhr los. Heutige Zielankunft ist Blerancourt. Zwar hat man seit gestern die Ardennen verlassen, dennoch behält die Strecke ihr welliges Profil. Bei anfänglich 5 Grad erreicht das Thermometer gegen Mittag Höchstwerte von nur 10 Grad. Neben Selbstgemixten Getränken und Powerbar gibt es heute Mittag eine Brühe mit Kartoffelbrei. Danach geht es durch Anizy-le-Chateau und Guny begleitet von Regen- und Hagelschauern bis nach Blerancourt (15:15 Uhr). In der Jugendherberge (namentlich übersetzt: „Haus der jungen Reisenden“ –schmunzel-) richten sich die Drei ein und wählen spartanisch zwischen Nudelfertiggerichten und Salat (Conny, sorry für den Lachs auf Spinat!). Ein ausstehender offizieller Empfang mit Presse wird den heutigen Tag beenden. Trotz den zurückgelegten Strapazen fühlen sich Simone und Conny besser wie zu Beginn der Gesamtstrecke. Zwei Etappen stehen noch aus.     (24.03.2004)

Di. 23.03.2004 - 6. Etappe von Auvillers-les-Forges nach Liesse-Notre-Dame (Frankreich) 58 km

Nach kurzem Telefonat mit Sigi verlief die heutige Etappe ohne besondere Vorkommnisse. Nach dem Frühstück mit dem Bürgermeister begann die Etappe gegen 08:15 Uhr und verlief den ganzen Tag über sehr entspannend, wenn man diese Begriffsdefinition bei solchen Distanzen überhaupt verwenden darf. Bei schlechtem Wetter, dafür einer guten Netto-Laufzeit von 5:50 Min. pro Kilometer erreichen die Protagonisten nach Rumigny, Brunehamel, Rozzoy-sur-Serre und Montcornet gegen 15:30 Uhr Liesse-Notre-Dame/F. Heute ist die Übernachtung in einem Hotel vorgesehen.     (23.03.2004)

Mo. 22.03.2004 - 5. Etappe von Givet nach Auvillers-Ies-Forges (Frankreich) 61 km

Von Givet geht (läuft) es weiter der Maas entlang über zum Teil durch Trecker ausgefahrene Wirtschaftswege, die das Laufen zusätzlich erschweren. Der ständig wechselnde Regen veranlasst letztendlich eine geringfügige Änderung der Route. Mehrfach von Hagelstürmen erwischt trifft es Conny und Simone besonders schwer, als man sich durch unwegsames Gelände auch noch verläuft. Nach Vireux-Molhain folgt Fumay wo man auf einem Wanderparkplatz eine Pause einlegt. An diesem Punkt ist exakt die Hälfte der gesamten Wegstrecke absolviert. Herzlichen Glückwunsch! Dafür entschädigt die folgende Strecke durch ein großes Waldstück für die vorangegangenen Strapazen. Conny und Simone harmonieren läuferisch, da jede ihr eigenes Tempo läuft und durch wechselnde Steigungen und Gefälle immer wieder gegenseitig aufschließen. Rocroi und Eteignieres heißen die beiden letzten Ortschaften bevor gegen 16:10 Uhr Auvillers-Ies-Forges erreicht wird. Hier wird im Feuerwehrhaus geduscht. Sigi sorgt wie immer rührend für das Wohlergehen der beiden und kontaktiert zwischenzeitlich den ansässigen Bürgermeister, der mit Stellvertreter und Presse alle Beteiligten begrüßen wird.     (22.03.04)

So. 21.03.2004 - 4. Etappe von Havelange (Belgien) nach Givet (Frankreich) 48 km

Die heutige Etappe ist wieder vom welligen Streckenprofil der Ardennen geprägt und fordert den Beteiligten alles ab. Von Havelange führt die Strecke durch Hamois, Ciney und Troussogne. Kurz vor Hulsonniauy  wird man urplötzlich mit einer Streckensperrung konfrontiert. Ausgerechnet heute findet eine Sonderprüfung der Ardennen-Rallye statt. Nach kurzer Überlegung umfährt man die Streckensperrung und setzt dahinter die Etappe fort. Dadurch verkürzt sich diese Etappe um ca. 9 km auf 48 km. Im Grenzort Givet (Frankreich) angekommen werden sie von einem Fotografen begrüßt. Ansonsten passiert hier nicht allzu viel. Da kaum Restaurants geöffnet haben, wählt man eine Schnell-Imbiss-Variante und übernachtet auf einem Campingplatz. Conny und Simone laufen nach wie vor im „grünen Bereich“. Mit den Blessuren geht man positiv um. Tolle Leistung!     (22.03.04)

Sa. 20.03.2004 - 3. Etappe von Herve nach Havelange (Belgien) 63 km  Sa.20.03.2004

Heute ist man bereits seit 8:30 Uhr unterwegs. Conny's Fußproblemen (wahrscheinlich vom Rücken ausgelöst) ist Sigi mit ABC-Pflaster zu Leibe gerückt. Im Laufe dieser Etappe verflogen diese Beschwerden ebenso wie Simone's Achillessehnenbeschwerden! Bei weiterhin sehr starkem Gegenwind und wechselnden Regenschauern ging es von Herve über Olne, Beaufays bis Hody (alles immer noch Belgien). Dort verweilte man gegen Mittag für eine ¾-Stunde. Frisch gestärkt wurden schließlich die restlichen Kilometer bis Terwagne abgespult. Um 17:00 Uhr erreichte man nach exakt 7:45 Std. reiner Laufzeit und 63 km die Sporthalle der Gemeinde. Dort feierte man gerade den "Tag der offenen Tür" (Einweihung des Fitnesszentrums) und war begeistert von den Exoten des etwas anderen Sports. Das man von dem freundlichen Angebot "unbedingt einen mitzutrinken" Abstand nehmen musste, um sich auf die nächste Etappe vorzubereiten, erreichte man schließlich gegen 19:30 Uhr. Die Nacht wurde dann im Wohnmobil verbracht.     (21.03.2004)

Fr. 19.03.2004 - 2. Etappe von Mersch/Pattern nach Herve (Belgien) 63 km

Wie es sich für eine Verwaltungsangestellte (Conny) gehört, ist man seit Punkt 9:00 Uhr wieder auf der Laufstrecke. Anvisiert ist für heute der Ort Herve in Belgien. Demnach ging es zunächst einmal für Conny und Simone über Aldenhoven nach Aachen. Immer in der Nähe Sigi Bullig, der das Versorgungsfahrzeug steuert und die beiden mit allem Notwendigen versorgt. Bei sehr starkem Gegenwind (in Aachen wurden 76 km/h gemessen) hatte man streckenweise das Gefühl, überhaupt nicht vorwärts zu kommen. Kurz nach Aachen wurde gegen 13:15 Uhr eine ¾-stündige Pause eingelegt. Jetzt befand man sich bereits in Kelmies (1.Ort in Belgien). Conny wird weiterhin durch Schmerzen gehandicapt , während bei Simone noch alles rund läuft. Kurz nach 15:00 Uhr sind es noch ca. 12-15 km bis Herve (Belgien). Dort ist man in einer Fremdenwohnung von der Verwaltung untergebracht. Der Bürgermeister hat für die Ankunft eigens eine Managerin (für die Betreuung) und einen Fotografen (für die Berichterstattung) bereitgestellt. Abends wird sich beim „Italiener“ für die bevorstehende 3. Etappe gestärkt.            (19.03.2004)

Do. 18.03.2004 - 1. Etappe von Erkrath nach Mersch/Pattern bei Jülich über 63 km

Pünktlich um 9:00 Uhr erfolgte der Start von Conny Bullig und Simone Stegmaier vom Rathausplatz in Erkrath zur 1. Etappe über 63 km nach Mersch/Pattern bei Jülich. Nach anfänglichen Fußproblemen bei Conny ging es bei Temperaturen zwischen 12 und 18 Grad zunächst einmal durch Düsseldorf. Gegen Mittag gönnte man sich gemeinsam 1 Stunde Pause. Mit etwas Nieselregen ging es weiter durch das Braunkohleabbaugebiet Garzweiler II, entlang der etwas unheimlich wirkenden Grubenrandstraße Richtung Mersch. Von 4 Läufern die letzten km begleitet, erreichten sie schließlich gegen 17:00 Uhr nach 63 km Mersch/Pattern. Conny war schließlich noch so fit, die letzten Meter laufend persönlich am Handy Auskunft zu geben. Gegen 18:00 Uhr hat sich der Bürgermeister von Pattern angekündigt, anschließend findet ein gemeinsames Abendessen statt. Na dann guten Appetit!     (18.03.2004)